SMART-Förderung
Projektziele
NatuREshaping Landscape - Support of landscape functions in former mining sites
Im Rahmen der Rekultivierung ehemaliger Bergbauflächen im mitteldeutschen Raum entstehen neue Landschaftsbereiche, denen aus planerischer Sicht für die Nachnutzung Funktionen in den Bereichen Natur und Landschaft, Forstwirtschaft und Erholung zugesprochen werden. Allein durch die Ausweisung funktionaler Bereiche kann die Nachnutzung der ehemaligen Brachflächen trotz konkretisierender kommunaler Planungen und Projekte nicht ausreichend gesteuert werden. Dies gilt vor allem für die Bergbaufolgelandschaften im Stadt-Umland-Bereich, die einem erhöhten Nutzungsdruck in den Sommermonaten ausgesetzt sind und über die Erholungsnutzung vor allem auch Funktionen im Bereich Natur und Landschaft erfüllen sollen.
Den letztgenannten Funktionen kommt Bedeutung zu, da im Anschluss an den Abbaubetrieb in den Tagebauen auf zahlreichen Flächen eine nahezu unbeeinflusste natürliche Entwicklung einsetzte, durch die ein Mosaik neuer Lebensräume entstand. Aufgrund ihrer besonderen Standortbedingungen sind die entstehenden Lebensräume durch zahlreiche spezifische Merkmale gekennzeichnet, die den Flächen eine besondere Wertigkeit verleihen. Im Spannungsfeld zwischen Nutzungsdruck und einer geeigneten Entwicklung von Natur und Landschaft kommt der Suche nach zielgerichteten Bewirtschaftungsstrategien einhergehend mit der Aktivierung lokaler Akteure zunehmende Bedeutung zu.
Zielstellungen:
Mit dem SMART-Projekt wird das Ziel verfolgt, in der Bergbaufolgelandschaft des ehemaligen Tagebaus Espenhain angepasste Bewirtschaftungsmaßnahmen umzusetzen, die im Hinblick auf die oben dargelegte Situation den verschiedenen funktionellen Ansprüchen an die neuen Landschaftsbereiche gerecht wird.
Damit sind folgende direkte Ziele der Projektumsetzung verbunden:
- Abschirmung des Südufers vom Nutzungsdruck durch Erholungssuchende,
- Biotoppflege in Vorranggebieten für Natur und Landschaft durch extensive Bewirtschaftung,
- Aufbau regionaler Produkte aus Bergbaufolgelandschaften,
- Besucherinformation und Attraktion von Einzelpunkten.
Maßnahmen:
- Herrichtung eines geeigneten Flächenpools für die Einrichtung extensiver Bewirtschaftungsmaßnahmen durch Bisons (lat. Bison bison),
- Vorbereitung und Durchführung einer initialen Besatzmaßnahme,
- Bau von Futterstellen,
- Schaffung von Beobachtungs- und Informationspunkten für Gäste.
Die Landwirtschafts-Aktiengesellschaft Wachau-Störmthal sowie die Tochtergesellschaft Agrar GmbH bringen sich als Kooperationspartner in die Projektumsetzung, v.a. als Bewirtschafter der Fläche und Halter der Tiere ein. Die EGW dankt für dieses Engagement, welches die Langfristigkeit der Maßnahmen sichert.
Mit freundlicher Unterstützung von:
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